in Öhringen wird durch fünf Heizzentralen realisiert. Vier dieser Anlagen werden von den Stadtwerken Öhringen betrieben, eine Heizzentrale durch eine privat organisierte Bürgergesellschaft im Bioenergiedorf Untermaßholderbach.
Auf nachfolgender Karte sind die vier städtischen Heizzentralen abgebildet.
Zum Stand der Erstellung der Wärmeplanung wurden die Anlagen hauptsächlich auf der Basis von Erdgas betrieben, nutzten jedoch auch Holz und Biomethan als Energieträger. Im einzelnen sah das so aus (Wärmeplanung S.36):
Feuerwehr: 3.020 kWth; Erdgas, Heizöl Krankenhaus 9.280 kWth; Holz, Erdgas, Heizöl In den Kesseläckern 784 kWth; Erdgas Limespark 597 kWth; Erdgas, Biomethan Untermaßholderbach 550 kWth & 350 kWel; Biogas, Holz
(KWhel steht für "Kilowattstunden elektrisch", KWhth für "Kilowattstunden thermisch")
Inzwischen konnte der Anteil von Biomasse erhöht werden. Weitere Infos werden unter W-5 beschrieben.
Die Stadtwerke Öhringen (SWÖ) arbeiten daran, die bestehenden Heizzentralen in der Innenstadt (Krankenhaus und Feuerwehr) zu verbinden. Auch im Eignungsgebiet Süd erfolgt ein Ausbau des Netzes. Perspektivisch soll auch die Heizzentrale im Limespark angebunden werden.
Die konkret geplanten Maßnahmen sowie deren Umsetzung werden nachfolgend im einzelnen dargestellt. Die Maßnahmen 1 bis 6 beziehen sich auf das Fernwärmenetz, die Maßnahmen 7 und 8 auf Fluss- und Abwassernutzung.
Mit den Stadtwerken Öhringen gibt es einen lokalen Energieversorger der sich um die Belange Strom und Wärme mit hoher Kompetenz kümmert. Der Ausbau des Wärmenetzes wird engagiert und in sinnvoller Weise vorangetrieben.
Die Dekarbonisierung wird aktuell mit dem Einsatz von Biomasse begonnen. Wie wir diese Strategie bewerten, beschreiben wir bei der Maßnahme W-5 "Nutzung fester Biomasse zur Wärmeerzeugung"
Die Erweiterung der Netze wird engagiert vorangetrieben. Die Nutzung von Fluss- und Abwasserwärmenutzung wird geprüft. Beides bewerten wir positiv. Um Klimaneutralität bis 2037 zu erreichen reicht die Geschwindigkeit der Umsetzung nach unserer Einschätzung nicht.
Die Stadtwerke Öhringen bestehen seit 2021 und sind ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Öhringen (50,1 Prozent) und der Stadtwerke Schwäbisch Hall (49,9 Prozent). Die SWÖ haben zum Jahresbeginn 2022 die bestehenden Fernwärmenetze in Öhringen übernommen.