Der regionale Rad-Schnellweg dient als regionale Verbindung zwischen Ober- (Mainz, Wiesbaden, Frankfurt) und Mittelzentren (Bingen, Ingelheim, Rüsselsheim). Bei diesem Projekt geht es um den Abschnitt in Mainz über die Universität zum nächsten Mittelzentrum Ingelheim.
Ausgangspunkt ist der Anschluss an die Veloroute Rhein/ Rheinradweg am Kaisertor. Die Route führt über die Kaiserstraße, Parcusstraße, Binger Straße, Saarstraße zur Universität. Von dort aus führt die Verbindung südlich an Finthen vorbei bis nach Ingelheim. Dadurch werden die Biotechnologie-Standorte in Mainz und Ingelheim miteinander verbunden. Autopendlern im Stadt-Umland-Bereich soll eine Alternative geboten werden.
Hierbei kommen verschiedene Umsetzungsphasen zum Tragen.
Schnell umsetzbare Maßnahmen (bis 2025):
Mittel- und langfristige Maßnahmen (bis 2030):
Neu- und Ausbau von Trassenabschnitten im Standard von Radschnellwegen gem. Straßenbaurichtlinien
Aufgrund eines Haushaltsstopps nach Einwirken der Aufsichtsbehörde ADD stehen derzeit (August 2024) nach Angaben der Stadtverwaltung keine Finanzmittel für neue bauliche Projekte zu Verfügung. Inwieweit von dem Haushaltsstopp auch die Vergabe von Planungsleistungen an Dritte sowie straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen wie die Einrichtung von Radspuren (Rotmarkierung, Trennelemente, partielle Bordabsenkungen) betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt.
Sachstand März 2026: Es gibt Überlegungen zur Einführung einer provisorischen Radspur auf der Nordseite der Alicenbrücke. Wann die Umsetzung erfolgen soll, ist derzeit nicht bekannt. Erschwert wurde die straßenverkehrsrechtliche Anordnung durch den Umstand, dass provisorische Stromleitungsmasten die nördliche Kfz-Spur blockieren, so dass für die Einrichtung einer Radspur eine weitere Spur in Anspruch genommen werden muss. Die Reduzierung von 4 auf 2 Fahrspuren stadtauswärts hat die Stadt Mainz bewogen, das Verkehrsverhalten zu beobachten und die Radspur ggf.bei Autostau sofort wieder abzubauen. Diese Strategie zeigt jedoch, wie wenig konsequent selbst provisorische Projekte der Verkehrswende durchgesetzt werden sollen. Trotz des enormen IST-Radaufkommens wird bislang nicht einmal ein Planungsauftrag für den Radschnellweg eingeleitet (NKU, Planvorentwurf; Erstellung Planungsphasen I, II bis III).
Siehe: MainzZero-Verkehrskonzept “Verkehrswende JETZT! Bausteine für ein Mainzer Mobilitätskonzept, S. 22”
Dezernat V - Umwelt, Grün, Energie und Verkehr
Land Rheinland-Pfalz (Gesetze, Zustämdigkeiten, Finanzierung von Radrouten mit landesweiter Bedeutung sowie als Baullastträger von Straßenabschnitten der L419 )