Bis heute fehlt ein Zielnetz für den Radverkehr sowohl auf gesamtstädtischer Ebene, als auch kleinräumig auf Stadtteilebene. Die Radverkehrsplanung bestand im Wesentlichen darin, für den Radverkehr Mischflächen auf Fahrbahnniveau anzubieten. Es wurden sogenannte Schutzstreifen markiert, die nicht selten Minderbreiten ausweisen (1,25m). Sicherheitsabstände zu parkenden Pkw im Seitenraum fehlten völlig. Kanaldeckel und Schmutzablagerungen mindern den Komfort zusätzlich.
In 2023 wurden erstmals mehrere Fahrradstraßen eingerichtet. Selten führte dies jedoch zu spürbaren Verbesserungen des Komforts für den Radverkehr, weil die Einführung weder mit einer qualitativ spürbaren Reduzierung des fließenden und ruhenden Verkehrs, noch mit einer Beseitigung der Mängel an der Wegeoberfläche einherging. Die wenigen durchgeführten baulichen und straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs erfolgen – scheinbar zufällig - verteilt im Stadtgebiet. Durchgängig gut befahrbare Routen zwischen Stadtrand und City sind nicht entstanden.
Ausbau Radverkehr Maßnahmen mit höchster Priorität (Premiumprojekte)
Dezernat V - Umwelt, Grün, Energie und Verkehr