Es ist eine große Aufgabe die gesamte Wärmeversorgung auf klimaneutrale Quellen umzurüsten. Deshalb braucht es einen Plan, welche Heizoptionen für welches Haus in Mainz zur Verfügung stehen werden, damit die Hausbesitzer:innen Planungssicherheit haben. Wichtig ist dabei auch eine Analyse durchzuführen, welche Wärmequellen in Mainz zur Verfügung stehen, z.B. durch Abwärme aus Industrieanlagen und Rechenzentren, und wie sie in die Wärmeversorgung einbezogen werden können.
Einen solchen Planes zu erstellen ist seit dem 01.01.2024 durch das „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ für alle Kommunen verpflichtend. (s. Gesetz für die Wärmeplanung). Mainz ist dabei eine von 25 Vorreiterkommunen in Deutschland (s. 2. Grafik auf bmwsb.bund.de). Mit dem Wärmemasterplan gibt es in Mainz bereits einen Plan, wo voraussichtlich Fernwärme ausgebaut wird und welche Gebiete dezentral mit klimaneutraler Wärme versorgt werden müssen. Dieser Plan ist allerdings noch nicht gebäudescharf und nicht verpflichtend, enthält keinen Plan für die Dekarbonisierung der Fernwärme und auch weitere Bestandteile der kommunalen Wärmeplanung fehlen noch. Er ist jedoch eine gute Orientierungshilfe für alle Hausbesitzer*innen.