Die Rückgewinnung des Straßenraumes für vielfältige Nutzungen und zur Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität soll dazu beitragen, die Stadt als urbanen Lebensraum attraktiver zu machen. Um dieses Globalziel erreichen zu können, ist eine starke Reduzierung von Autobesitz und - Nutzung unumgänglich. Die meisten Straßen sind durch parkende Autos monofunktional nutzbar. Die unwirtlichen Straßenräume sind durch provisorische und dauerhafte Maßnahmen neu umzugestalten. Vorgärten und Grünflächen sind zu vergrößern. Die ohnehin im Bundesdurchschnitt zu geringen Grünflächenanteile der Stadt Mainz sind quantitativ und qualitativ zu erhöhen. Die bisherigen, durch Straßen zerschnittenen Grünanlagen sollten Fuß- und Radweg-Brücken, der Sperrung des allgemeinen Kfz-Verkehrs, Reduzierung versiegelter Flächen und der Erweiterung der Begrünung gezielt zu zusammenhängenden Naherholungsflächen miteinander verbunden werden.
Reisezeitwirksame Vorhaben (Push & Pull) Fahrspuren umnutzen, Abbau Abbiegespuren, Push and Pull-Maßnahmen
Autoarme Quartieren Ähnlich den Zonierungen im belgischen Gent, Utrecht, Barcelona und anderen Städten
Parkraummanagement
Sommerstraßen (Temporär umgenutzte Straßen )
Grünachsen und Städtebau
Bisher sind die im Klimamasterplan aufgelisteten Vorschläge noch nicht in die konkrete Umsetzungsphase gekommen. Lediglich ein Projekt "Sommerstraße" wurde zusammen mit MainzZero in der Neustadt (Leibnizstraße / / Adam-Karrillon-Str.) für die Dauer einer Woche im Mai 2023 umgesetzt.
Noch ist noch kein Wille erkennbar, dass die Stadt bereit ist, überhaupt Push and Pull-Maßnahmen umzusetzen und Projekte anstrebt, von denen Wirkungen zur Verkehrsverlagerung zu erwarten sind.
Erklärung, worum es dann beim Verkehr geht