6. Aufsuchende Energie - und Sanierungsberatung

abgeschlosse Maßnahmenabgeschlossen
Sektor:
Energie und Gebäude
Zuständigkeit:
Amt für Umwelt und Klimaschutz
Kooperation:

Balkonsolarworkshops als begleitendes Format: RüsselsheimZero, Energiewende e. V., Bürgerenergiegenossenschaft Untermain eG, BUND

Beschreibung

Formulierung aus Sofortigem Klimaaktionsplan:

Die Stadt Rüsselsheim organisiert und finanziert eine "Aufsuchende Energieberatung" in mind. zwei Stadtteilen pro Jahr, um die Sanierungsquote in Privathaushalten auf mind. 4% pro Jahr zu erhöhen. Dabei wird jeder angefertigte "Individuelle Sanierungsfahrplan (ISFP)" durch die Stadt mit 150€ gefördert (Vorbild: Mörfelden-Walldorf).

Was muss getan werden?

Für private Haushalte muss eine umfassende Beratung angestrebt werden, um energetische Sanierungen von Privathäusern und die Nutzung von erneuerbaren Energien zur Strom- und Wärmeversorung auszubauen. Dabei sind eine zielgruppenspezifische Ansprache und die Aufdeckung von Potentialen wichtig. Im Rahmen von Sanierungskampagnen in den Stadtteilen können unterschiedliche Veranstaltungen und Formate in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern und Organisationen entstehen. Letztlich sollte eine jährliche Sanierungsquote von mehr als 4% erreicht werden, um ausreichend zügig in der Energie- und Wärmewende voranzukommen.

Effekt auf CO2-Reduktion:

Der Effekt ist als hoch einzustufen, da die Privathaushalte einen hohen Anteil an den Emissionen der Stadt ausmachen.

Notwendiges Investitionsvolumen / Jährlicher Haushaltsbedarf:

Ca. 30.000€ jährliches Budget: 15.000€ pro Kampagne bei zwei Kampagnen im Jahr.

Begründung Umsetzungsstand

Was wurde bisher erreicht?

Aufgrund der aktuellen Haushaltslage wird die Stadt zwar kein eigenes Budget für die Aufsuchende Energieberatung mehr zur Verfügung stellen können, allerdings wird stattdessen eine Kooperation mit der Verbraucherzentrale angestrebt. Es ist nach wie vor das Ziel, eine Aufsuchende Energieberatung über diesen Weg zu organisieren.

Was fehlt?

Es fehlt aktuell die Erhebung einer geeigneten Kennzahl (Sanierungsquote, allerdings mit dem Fokus auf die Umstellung auf erneuerbare Energien), um die jährliche Erreichung der Erfüllungsquote von voraussichtlich mehr als 4% "transformierter" Privathäuser zu messen. Eventuell kann hierfür das städtische Geo-Informationssystem als Basis genutzt werden. Zur Realisierung dieser Maßnahme bedarf es ausreichender Kapazitäten in der Beratung, im Handwerk sowie den benötigten Sanierungsmaterialien. Siehe Maßnahme "Handwerker-Portal". Aufgrund der defizitären Haushaltslage fördert die Stadt derzeit keine "Individuellen Sanierungsfahrpläne (ISFP)", wie es andere Städte handhaben.

Bewertung Ampel:

Aufgrund der angestrebten Kooperation mit der Verbraucherzentrale wird diese Maßnahme weiterhin mit "Grün = Im Zeitplan" bewertet (Stand: Oktober 2025). Die Bewertung in den Folgejahren hängt von der Erfolgsquote (Sanierung / Umstellung auf erneuerbare Energien) sowie der Kooperation mit der Verbraucherzentrale ab.

Bezug zu Drucksachen:

Keine

Interessante Links:

https://journal-lokal.de/auftaktveranstaltung-fuer-die-kampagne-aufsuchende-energieberatung-ein-voller-erfolg/