Hintergrund: Die Treibhausgasbilanz der Hansestadt Lübeck ergab für das Jahr 2019 einen Betrag von ca. 1,5 Mio. Tonnen CO2eq. Dabei entfällt der größte Anteil an klimaschädlichen Emissionen, mit etwa 630.000 Tonnen, auf den Wärmesektor. Es folgen der Verkehr (ca. 400.000 t CO2eq) und die Stromerzeugung (ca.380.000 t CO2eq). Aufgeteilt nach den Verursachergruppen Haushalte, Wirtschaft, Verkehr und Stadtverwaltung ergibt sich das folgende Bild: Am meisten Emissionen verursacht die Wirtschaft, gefolgt von den Haushalten und Verkehr.
Bis 2030 soll die Hälfte der Emissionen vermieden werden (Referenzjahr ist 2019). 2035 soll die Bilanz ausgeglichen sein. In Zukunft wird alle zwei Jahre bilanziert, um zu überprüfen, ob die im eingeleiteten Klimaschutzmaßnahmen wirken und die gesteckten Ziele eingehalten werden.
Aktueller Stand (Januar 2026): Zwei Jahre nach dem politischen Beschluss des Masterplans Klimaschutz Lübeck wurde durch die Stadtverwaltung ein Bericht veröffentlicht, der die Entwicklungen der Emissionen von Treibhausgasen darstellt. Mehr Informationen unter: www.luebeck.de/maks
Das Bild unten schildert eine Reduktion von 2019 bis 2024 um etwa 1 494 000 Tonnen – das entspricht einer Minderung um rund 9 %.

Die Daten des Umweltbundesamtes für die gesamte Bundesrepublik zeigen ein etwas anderes Bild: Wurden 2019 noch 800 Mio. Tonnen CO2 eq. emittiert, wurden 2024 649 Mio. Tonnen freigesetzt, was einem Rückgang von 18,9% entspricht. Daher muss die Entwicklung in Lübeck als eher Miserfolg betrachtet werden.