Buchholz i.d. Nordheide

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Wärme

Beschreibung

Im Handlungsfeld Wärme stellt die Umstellung der Energieträger bei Heizanlagen im Bestand (dezentral, Einsatz von Wärmepumpen) das Potenzial mit dem größten Hebel für Buchholz dar.

  • Das Reduktionspotenzial durch Sanierung ist durch die Kapazitätsgrenzen des Baugewerbes begrenzt. Insofern liegt das größte Potenzial in der Wärmeversorgung in der Kombination von Teil-Sanierungen als begleitendende Maßnahme und der gleichzeitigen Umstellung auf Wärmepumpen. Eine möglichst rasch wirksame Reduktion der Treibhausgas-Emissionen lässt sich durch den Austausch von Ölheizungen durch Wärmepumpen erzielen. Parallel dazu erfolgt der sukzessive Austausch von Erdgasheizungen zum technischen Lebensende (in der Regel 20 Jahre).

  • Das Potenzial für den Neubau von Wärmenetzen ist in Buchholz überschaubar. Wo sie möglich sein könnten, würden sie ebenfalls überwiegend von Wärmepumpen gespeist werden, da die Quellen für die Nutzung von Abwärme fehlen und die Tiefengeothermie tiefgehender zu prüfen und noch nicht erschlossen ist.

  • Der verwendete Ansatz für die Potenzialberechnung setzt eine mittlere Sanierungsquote von 1,5 % pro Jahr für die Jahre 2022 bis 2030 bzw. von 1,75 % für die Jahre 2030 bis 2035 als machbar an. Als Einbaurate für Wärmepumpen werden jährlich 6 % für die Jahre 2022 bis 2030 bzw. jährlich 3 % für die Jahre 2030 bis 2035 angesetzt.

  • Ohne vorfälligen Austausch von Gasheizungen vor Ende der technischen Lebensdauer wird in Buchholz keine Klimaneutralität zu erreichen sein. Dies bildet einen kritischen Aspekt zum Erreichen der Klimaneutralität 2035.

Quelle: Klimaaktionsplan Stadt Buchholz, Erläuterungsbericht, Hamburg Institut (2022)