Landnutzung & Ernährung

Beschreibung

Im Handlungsfeld Landnutzung und Ernährung bestehen Potenziale vor allem im Bereich der Kohlenstoffsenken durch die Herstellung von Pflanzenkohle und durch eine klimafreundliche Ernährung. Letztere wirkt sich vor allem auf den Klimaschutz außerhalb des Stadtgebiets aus.

  • In der Landwirtschaft hat üblicherweise ein Rückgang der Tierbestände den größten Einfluss auf die Treibhausgas-Emissionen. Da Buchholz nur über geringe Tierbestände verfügt, liegt hier das Reduktionspotenzial in einer vermehrt pflanzenbasierten Ernährung, um die Tierhaltung andernorts zu reduzieren. Weitere Potenziale im Bereich der Landwirtschaft können durch eine Erhöhung des Anteils von Ökolandbau und den Einsatz von Agroforstsystemen realisiert werden.

  • Ein hohes Potenzial im Bereich Landnutzung und Landnutzungsänderung stellt vor allem in Norddeutschland üblicherweise die Wiedervernässung von trockengelegten Mooren dar. Mithilfe einer Wiedervernässung bleibt CO2 in den Moorböden gespeichert, anstatt bei Trockenlegung und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung zu entweichen. Aufgrund der fehlenden (größeren) Moorflächen ist dieses Potenzial auf dem Buchholzer Stadtgebiet jedoch kaum vorhanden. In Buchholz ist dafür die Vermeidung zusätzlicher Flächenversieglung (durch Siedlungs- und Infrastrukturbau) zum Erhalt von Bodenkohlenstoff zentral.

  • Um den Erhalt von Waldflächen, extensive Bewirtschaftung und ggf. Waldumbau hin zu resilienter Struktur geht es in der Forstwirtschaft. Zudem ist die Herstellung von Pflanzenkohle als Kohlenstoffsenke ein weiteres Potenzial, für die ggf. eine Nutzung von Grünschnitt der Stadt/des Landkreises infrage kommt (siehe Maßnahme 5.5).

  • Die Hauptpotenziale in der Ernährung liegen in einer stärker pflanzenbasierten Ernährungsweise und in einer Reduktion der Lebensmittelverschwendung. Zudem sorgen eine saisonale, regionale, ökologische sowie verpackungsreduzierte Ernährung für Emissionseinsparungen.

Quelle: Klimaaktionsplan Stadt Buchholz, Erläuterungsbericht, Hamburg Institut (2022)