13. Begrünungspotenziale nutzen

Maßnahmen in Arbeitin Arbeit
Sektor:
Stadtgrün
Zuständigkeit:
Dezernat III Planung und Bau

Beschreibung

Formulierung aus Sofortigem Klimaaktionsplan:

Zur Förderung der biologischen Vielfalt, zur Minderung der Lärm- und Schadstoffbelastung sowie der Abschwächung von Wärmeinseln wird die Stadt die Begrünung von Fassaden und Dächern an allen geeigneten öffentlichen Gebäuden vorantreiben. Zudem werden alle weiteren Möglichkeiten ausgeschöpft, um dem Wärmeinsel-Effekt im städtischen Bereich entgegenzuwirken. Entsprechend den Leitsätzen des Vereins „Kommunen für biologische Vielfalt e. V." werden alle relevanten Flächen umgestaltet.

Was muss getan werden?

Auf allen neugebauten Liegenschaften und bei Sanierungen (wo möglich) müssen Dach- und Fassadenbegrünung angebracht werden. Bei Stadtentwicklungsprojekten müssen sowohl im Bestand als auch im Neubau entsprechende Vorgaben zur Begrünung gemacht werden (z.B. in Bebauungsplänen, Freiraumsatzung, städtebaulichen Verträge). Bei städtischen Projekten müssen entsprechende Freiflächen mit einem qualitativen Mindeststandard umgesetzt werden.

Effekt auf CO2-Reduktion:

Fassaden- und Dachbegrünung hat viele Funktionen im innerstädtischen Grün. Es bietet Lebensraum für verschiedenste Tierarten, hat eine stark kühlende Funktion, hält Regenwasser zurück und bindet ebenfalls dauerhaft eine nicht unerhebliche Menge an CO².

Bewertung der geplanten Maßnahme

Was wurde bisher erreicht?

Dach- und Fassadenbegrünung gibt es vereinzelt an öffentlichen Gebäuden und im öffentlichen Raum. Im öffentlichen Raum, sind diese z.B. an folgenden Stellen zu finden:

  • Seniorenheim Container mit Fassadenbegrünung an Stangengerüst
  • Mainstraße 13 Fassadenbegrünung und Dachgrün auf Gabionen
  • Unterstützung Dachbegrünung Bushaltestellen
  • Grundschule Hasengrund Dachbegrünung auf Überdachung der Mülleinhausung und Fahrradabsteller
  • Vertikale Begrünung Spielplatz Gerhart-Hauptmann-Schule

Bei Neubauten und Sanierungen werden diese mitgeplant, können jedoch derzeit teilweise aus Kosten- und statischen Gründen nicht umgesetzt werden.

Im Rahmen des Labels "StadtGrün naturnah" erhielt die Stadt Rüsselsheim eine Zertifizierung in Silber (Zertifizierungszeitraum 2023-2026) und damit die Verankerung der Leitsätze des Vereins „Kommunen für biologische Vielfalt e.V

In städtebaulichen Verfahren wie Bauleitplanung und bei Bauanträgen werden bereits Vorgaben zur Begrünung sowie zu Dach- und Fassadenbegrünung mit aufgenommen.

Es wurde eine kreisweite AG Gestaltungssatzung Freiraum und Klima gegründet, die durch eine neue Projektleitungsstelle IKZ Klimaschutz geleitet wird. Die Stadt Rüsselsheim ist ebenfalls beteiligt.

Das Thema wird in das Klimaanpassungskonzept.

Was fehlt?

Es fehlt ein Beschluss der Politik zur Verankerung von Dach- und Fassadenbegrünung bei städtischen Bauprojekten und eine entsprechende Vorlage seitens der Stadtverwaltung. Darüber hinaus braucht es qualifiziertes Personal für die laufenden Kontrollen der grünplanerischen Festsetzungen. Die Gestaltungssatzung Freiraum und Klima muss erstellt und beschlossen werden. Letztlich braucht es ein Budget für die Umsetzung und die Unterhaltung der Begrünungsstrukturen.

Bewertung Ampel:

Der Status weiterhin auf "Gelb = in Arbeit" bewertet (Stand: Oktober 2025).

Bezug zu Drucksachen:

Keine

Interessante Links:

Keine